• Anna Püspök

Gelassen Weihnachten feiern

Aktualisiert: 26. Juli 2019



Kaum ein Ereignis ist mit so vielen Bildern, Emotionen, Vorstellungen und Erwartungen behaftet wie Weihnachten. Aus Hollywood, den Medien und vielleicht auch durch Erinnerungen an die eigene Kindheit sind wir mit einem überzeichneten Heile-Welt-Bild konfrontiert, das uns suggeriert: Weihnachten, DAS Fest der Liebe, das man harmonisch im Kreise seiner Familie feiert, in einem hell erleuchteten, schönen Haus mit einem geschmückten Baum, Bergen von Geschenken und einem fantastischen mehrgängigen Menü, das man ganz nebenbei gezaubert hat. Überall glückliche Gesichter und strahlende Kinderaugen. Man scherzt und lacht, es ist wie das Paradies auf Erden.

Die Realität sieht leider oft anders aus: hektische Geschenkesuche im Vorfeld, Streit beim Christbaum-Aufstellen, beleidigte Kinder, die zu wenig oder das Falsche geschenkt bekommen haben oder einfach mit der Gesamtsituation überfordert sind, ein misslungenes Festessen und nervende Verwandte, deren Anwesenheit man sich nicht ausgesucht hat. Hat man auf der anderen Seite (unfreiwillig) keine Familie oder Freunde, mit denen zusammen man Weihnachten verbringen kann, ist die Einsamkeit zu dieser Zeit oft besonders groß.

So oder so kann Weihnachten also ganz schön großen Stress erzeugen, man ist erledigt vom Erledigen. Übrig bleibt dann am Ende oft wenig Besinnlichkeit, sondern nur die Erleichterung, wenn dann endlich alles vorbei ist.

Wenn du nicht nur das Ende der Feiertage herbeisehnen, sondern diese positiv und gelassen feiern möchtest, findest du hier acht Tipps, wie du deinen ganz persönlichen Weihnachtsfrieden finden und für dich aus Weihnachten tatsächlich ein "frohes“ Fest machen kannst.

Erwartungen reduzieren.


Erwartungen gibt es rund um Weihnachten ja genug: organisatorisch vom exakten Ablauf des Fests bis hin zum Zwischenmenschlichen. Hinter diesen Erwartungen verbirgt sich häufig der Wunsch nach einem harmonischen Miteinander und die Sehnsucht nach dem "Heile Welt-Gefühl". Leider geht das in den seltensten Fällen gut, denn Erwartungen erzeugen stattdessen meistens nur zwei Dinge: im Vorhinein Druck und im Nachhinein Enttäuschung. Wenn du dich allerdings von dem Gedanken löst, wie etwas sein SOLLTE, und stattdessen offen bist für das, wie es tatsächlich IST, ersparst du dir viel Frust und wirst vielleicht sogar positiv überrascht werden.

Perfektionismus ablegen.


Muss es unbedingt das selbst gekochte 5-Gänge-Menü sein, oder ist eine gemeinsam belegte Pizza nicht viel lustiger (und weniger vorbereitungsintensiv)? Muss das Haus wirklich auf Hochglanz geputzt sein, oder fallen ein paar Staubkörner den Gästen vielleicht sowieso gar nicht auf? Auch einmal Fünf gerade sein lassen zu können, nimmt sehr viel Druck! Es muss nicht alles perfekt sein.

Pause machen.


Wenn der Trubel zu viel oder das Nervenkostüm zu dünn wird: eine Pause einlegen! Geh ein paar Runden um den Häuserblock und atme tief durch. Oder setz dich in ein anderes Zimmer und genieße für ein paar Momente die Ruhe und das Alleinsein.

Auf die eigenen Bedürfnisse achten.


Bewirtest du jedes Jahr die 30-köpfige Familie, würdest aber viel lieber gar nicht Weihnachten feiern, sondern in Australien am Strand liegen? Was spricht dagegen, das genau so zu tun? Sollte es Widerstand bei „Mitfeiernden“ geben: ist deren Meinung wirklich so wichtig, dass du dafür deine eigenen Bedürfnisse dauerhaft zurückstellst? Alternative: Kompromiss eingehen und das Fest jährlich abwechselnd entsprechend den Wünschen eines/r Beteiligten gestalten.

Rituale hinterfragen.


Gemeinsame Rituale können etwas Wunderschönes sein! Wenn sie den Beteiligten aber mehr Stress als Freude bereiten, ist es vielleicht an der Zeit, diese zu hinterfragen. Muss etwas wirklich gemacht werden, nur, weil es immer so gemacht wurde? Oder kann man zusammen ein neues Ritual finden, das besser zur aktuellen Lebenssituation passt?

Tolerant sein.


Wenn du dir deine "Mitfeiernden" nicht 100%ig selbst aussuchen kannst, ist es für den eigenen Seelenfrieden sehr wohltuend, das Gegenüber „sein lassen“ zu können – mit all ihren/seinen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten. Das bedeutet nicht, dass du die Erziehungstipps der Tante berechtigt finden und die politischen Ansichten des Cousins gutheißen musst. Es ist gedanklich eher ein „Es ist, wie es ist.“ Vielleicht kannst du sogar etwas Positives an der anderen Person entdecken, wenn du sie aus einer Haltung des liebevollen Annehmens heraus betrachtest.

Die tiefere Bedeutung von Weihnachten (wieder-)entdecken.


In dem ganzen Trubel von Erledigungen, Vorbereitungen und dem eigentlichen Fest geht der tiefere Sinn von Weihnachten leicht verloren. Erinnere dich in dieser Zeit ganz bewusst daran, was er für dich ist, was Weihnachten im Kern für dich bedeutet. Ist es Dankbarkeit? Das zusammen Sein mit geliebten Menschen? Das zuhause Sein? Ist es dein Glaube? Oder etwas Anderes? Picke dir genau diesen Fokus immer wieder heraus und konzentriere dich darauf, wenn es zu hektisch wird. Vielleicht erkennst du auch, dass Weihnachten für dich überhaupt keine tiefere Bedeutung hat und du dir den Festtagstrubel auch ganz einfach komplett ersparen kannst.

Helferlein aus dem Kräuterreich.


Wenn deine Nerven überstrapaziert sind, kannst du dich einiger bewährter Hausmittel bedienen, die dich sanft wieder zur Ruhe kommen lassen.

Da die Weihnachtsfeiertage auch den Beginn der Rauhnächte darstellen, bietet sich ein Räucherritual zu dieser Zeit besonders gut an, um die Wohnräume von aufgestauten Energien aller Art zu reinigen. Vor allem Lavendel und Salbei sind dafür bestens geeignet.

Anstelle einer Räucherung kannst du es dir aber auch einfach mit einer Tasse Kräutertee gemütlich machen. Baldrian, Hafer, Hopfen, Lavendel, Melisse und/oder Passionsblume helfen dir besonders abends dabei, zur Ruhe zu kommen und die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten.

Eine andere Möglichkeit ist auch der Einsatz von ätherischen Ölen in der Duftlampe oder in einem Diffusor (die du dann auch gleich strategisch in den Räumen, in denen besonders viel Trubel herrscht, platzieren kannst :-) ). Hier steht dir eine breite Palette an ätherischen Öle zu Verfügung, die dir mehr Ruhe und Gelassenheit bringen können und wie ein "Schutzschild" für die Nerven wirken. Einige ausgewählte sind zum Beispiel die ätherischen Öle von: Lavendel, Kamille, Melisse, Rose, Muskatellersalbei, Manuka oder der erdende Vetiver. Vertrau hier ruhig auf deine Intuition und lass dich bei der Auswahl von deinen persönlichen Duftvorlieben leiten!

#Stress #Gelassenheit #Weihnachten #Familie

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Mag. Anna Maria PÜSPÖK

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