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  • AutorenbildMag. Anna Püspök

Tipps für entspannte Weihnachten

Aktualisiert: 19. Dez. 2022



Person schreibt Merry Christmas auf Tafel

Kaum ein Ereignis ist mit so vielen Vorstellungen, Emotionen und Erwartungen behaftet wie Weihnachten. Aus Filmen, Medien und vielleicht auch durch Erinnerungen oder unerfüllte Wünsche aus der eigenen Kindheit sind wir häufig mit einem überzeichneten Heile-Welt-Bild konfrontiert, das uns suggeriert: Weihnachten, DAS Fest der Liebe, das man harmonisch im Kreise seiner Familie feiert, in einem hell erleuchteten, schönen Haus mit einem geschmückten Baum, Bergen von Geschenken und einem fantastischen mehrgängigen Menü, das man ganz nebenbei gezaubert hat. Überall glückliche Gesichter und strahlende Kinderaugen. Man scherzt und lacht, alles ist perfekt.

Die Realität sieht häufig anders aus: hektische Geschenkesuche im Vorfeld, Streit beim Christbaum-Aufstellen, starke Emotionen bei Kindern, die (in ihren Augen) zu wenig oder das Falsche geschenkt bekommen haben oder überfordert sind, ein misslungenes Festessen oder Familienmitglieder, deren Anwesenheit man sich nicht ausgesucht hat. Sind auf der anderen Seite keine Familie oder Freunde verfügbar, ist das Gefühl der Einsamkeit zu dieser Zeit oft besonders groß.

So oder so kann Weihnachten große Emotionen und viel Stress erzeugen. Übrig bleibt am Ende zumeist wenig Besinnlichkeit, sondern nur die Erleichterung, wenn endlich alles vorbei ist.

Wenn du nicht nur das Ende der Feiertage herbeisehnen möchtest, findest du hier meine Tipps, wie du gelassen und entspannt Weihnachten feiern und für dich daraus tatsächlich ein "frohes“ Fest machen kannst.

Erwartungen reduzieren.


Erwartungen gibt es rund um Weihnachten ja genug, angefangen beim Organisatorischen bis hin zum Zwischenmenschlichen. Hinter diesen Erwartungen verbirgt sich häufig der Wunsch nach einem harmonischen Miteinander und die Sehnsucht nach dem "Heile Welt-Gefühl". Allerdings geht das in den seltensten Fällen gut, denn Erwartungen erzeugen meistens im Vorhinein Druck (auf sich selbst und auf andere) und im Nachhinein Enttäuschung. Wenn du dich von dem fixen Gedanken löst, wie etwas sein SOLLTE, und stattdessen offen bist für das, was kommt, kannst du dir Frust ersparen und wirst vielleicht sogar positiv überrascht werden.

Perfektionismus ablegen.


Muss es unbedingt das selbst gekochte 5-Gänge-Menü sein, oder ist eine gemeinsam belegte Pizza nicht viel lustiger (und weniger vorbereitungsintensiv)? Muss das Haus wirklich auf Hochglanz geputzt sein, oder fallen ein paar Staubkörner den Gästen vielleicht ohnehin nicht auf? Auch einmal Fünf gerade sein lassen zu können, nimmt sehr viel Druck! Es muss nicht alles perfekt sein (und wer definiert überhaupt, was perfekt ist). Im Grunde genommen ist Weihnachten ein Tag wie jeder andere auch. Der Rest ist Auslegungssache.

Pause machen.


Wenn der Trubel zu viel oder das Nervenkostüm zu dünn wird: eine Pause einlegen! Geh ein paar Runden um den Häuserblock und atme tief durch. Falls nötig, ist etwas Bewegung an der frischen Luft auch für Kinder eine gute Möglichkeit, um Emotionen wieder "abzukühlen". Oder setz dich zwischendurch in ein anderes Zimmer und genieße für ein paar Momente die Ruhe und das Alleinsein.

Auf die eigenen Bedürfnisse achten.


Bewirtest du jedes Jahr die Großfamilie, würdest aber viel lieber zu Weihnachten irgendwo am Strand liegen? Spricht etwas dagegen, das zu tun? Die Alternative, sollte sich der Wunsch nicht verwirklichen lassen: Überleg dir, welches Bedürfnis eigentlich dahinter steckt. Geht es dir nicht explizit um den Strand, sondern sehnst du dich einfach nach weniger Trubel? Wie könnte sich dieser Wunsch denn vielleicht auch zuhause umsetzen lassen?

Rituale hinterfragen.


Gemeinsame Rituale können etwas Wunderschönes sein! Wenn sie den Beteiligten aber mehr Stress als Freude bereiten, ist es vielleicht an der Zeit, diese zu hinterfragen. Muss etwas wirklich gemacht werden, nur, weil es immer so gemacht wurde? Oder kann man zusammen ein neues Ritual finden, das besser zur aktuellen Lebenssituation passt?

Tolerant sein.


Wenn du dir deine "Mitfeiernden" nicht ausschließlich selbst aussuchen kannst, ist es für den eigenen Seelenfrieden sehr wohltuend, das Gegenüber „sein lassen“ zu können – mit all ihren/seinen Eigenheiten. Das bedeutet nicht, dass du etwa die Erziehungstipps der Tante berechtigt finden und die politischen Ansichten des Cousins gutheißen musst. Es ist gedanklich eher ein „Es ist, wie es ist.“ Vielleicht kannst du sogar etwas Positives an der anderen Person entdecken, wenn du sie aus einer Haltung des "liebevollen Annehmens" heraus betrachtest.

Die tiefere Bedeutung von Weihnachten (wieder-)entdecken.


In dem ganzen Trubel von Erledigungen, Vorbereitungen und dem eigentlichen Fest geht der tiefere Sinn von Weihnachten leicht verloren. Erinnere dich in dieser Zeit ganz bewusst daran, was Weihnachten im Kern für dich bedeutet. Ist es Dankbarkeit? Das Zusammensein mit geliebten Menschen? Zuhause zu sein? Ist es dein Glaube? Oder etwas Anderes? Erinnere dich immer wieder daran, wenn es zu hektisch wird. Oder du erkennst, dass Weihnachten für dich überhaupt keine tiefere Bedeutung hat und du dir den Festtagstrubel vielleicht komplett ersparen kannst.

Helferlein aus der Kräuterkunde *


Da die Weihnachtsfeiertage auch den Beginn der Rauhnächte darstellen, bietet sich ein Räucherritual zu dieser Zeit besonders gut an, um die Wohnräume von aufgestauten Energien aller Art zu reinigen. Vor allem Lavendel und Salbei sind dafür bestens geeignet.

Anstelle einer Räucherung kannst du es dir auch mit einer Tasse Kräutertee gemütlich machen. Baldrian, Hafer, Hopfen, Lavendel, Melisse und/oder Passionsblume helfen besonders abends dabei, zur Ruhe zu kommen und die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten.

Eine andere Möglichkeit ist auch der Einsatz von ätherischen Ölen in der Duftlampe oder in einem Diffusor (die du dann auch gleich strategisch in den Räumen, in denen besonders viel Trubel herrscht, platzieren kannst :-) ). Hier steht dir eine breite Palette an ätherischen Ölen zu Verfügung, die entspannend und wie ein "Schutzschild" für die Nerven wirken können, wie zum Beispiel: Lavendel fein, Römische Kamille, Melisse, Rose, Muskatellersalbei, Manuka oder der erdende Vetiver. Vertrau hier ruhig auf deine Intuition und lass dich bei der Auswahl von deinen persönlichen Duftvorlieben leiten!


Mehr zum Thema ätherische Öle für die Seele findest du auch in diesem Blogbeitrag.



Hast du Geheimtipps für entspannte Weihnachten? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen!


 

* Hinweis: Die hier vorgestellten Kräuter und Rezepturen fassen den aktuellen Wissensstand der Volksheilkunde zusammen und sind KEIN Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder medizinische bzw. psychotherapeutische Behandlung. Die Anwendung von Kräutern kann Nebenwirkungen verursachen. Bitte besprich die Anwendung mit einer medizinischen oder pharmazeutischen Fachkraft deines Vertrauens.

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