• Anna Püspök

Ätherische Öle für die Seele

Aktualisiert: 24. Sept 2019



Ätherische Öle sind hochwirksame Stoffe aus der Pflanzenwelt und haben – entgegen so mancher Meinung – nichts mit Esoterik oder Pseudowissenschaft zu tun. Auch wenn die moderne Aromatherapie erst im 20. Jahrhundert begründet wurde, werden ätherische Öle bereits seit Jahrtausenden zur Verbesserung der physischen und psychischen Gesundheit verwendet.

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Was ätherische Öle genau sind und wie sie wirken

  • Welche ätherischen Öle die Psyche unterstützen

  • Worauf du beim Kauf ätherischer Öle achten solltest

  • Wie du ätherische Öle richtig dosierst und anwendest


Die Heilkraft der Pflanzen – Esoterik oder Wissenschaft?


Die Geschichte der Pflanzenheilkunde ist so alt wie die Menschheit selbst. Man nimmt an, dass die Anwendung von Pflanzen als Heilmittel schon seit Urzeiten besteht. Damals galten Tiere und ihre instinktive Nutzung von Heilkräutern als Vorbilder für den Menschen. Mit den Methoden der modernen Wissenschaft wurde es schließlich möglich, Pflanzen und ihre einzelnen Bestandteile genauer zu untersuchen und ihre Wirkstoffe (zumindest teilweise) zu entschlüsseln.



Das Wirkprinzip der Heilkräuter


Eine Pflanze besteht aus primären und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Während die primären Inhaltsstoffe wie Eiweiß oder Kohlenhydrate für den eigenen Stoffwechsel der Pflanze lebensnotwendig sind, dienen ihr die sekundären Inhaltsstoffe vorwiegend als Fraß- und Strahlenschutz.


Die sekundären Inhaltsstoffe haben unterschiedliche Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper. Zu ihnen zählen Bitterstoffe (verdauungsanregend), Gerbstoffe (zusammenziehend, wundheilend), Schleimstoffe (bilden einen Schutzfilm auf der Schleimhaut, heilend), Senföle (antibakteriell), Flavonoide (antioxidativ) und viele mehr.



Ätherische Öle – kleine Tröpfchen mit großer Wirkung


Besonders wirkungsvolle Vertreter der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sind die ätherischen Öle, hochkonzentrierte Pflanzenstoffe in Form kleinster Öltröpfchen in oder auf dem Pflanzengewebe (Blüten, Blätter, Gräser, Harze, Hölzer, Schalen, Wurzeln, Samen). Sie werden vorwiegend mittels Wasserdampfdestillation, seltener auch durch chemische Extraktion oder Expression (Kaltpressung) direkt aus der Pflanze gewonnen.