• Anna Püspök

24 Tipps für mehr Ruhe im Kopf

Aktualisiert: 19. Sept 2019


Gehörst du auch zu den "ZuVielDenkenden"? Zu jenen Menschen, die dazu neigen, (zu) verkopft zu sein und sich ihr Leben selbst schwerer zu machen als nötig?


Hier findest eine Sammlung der hilfreichsten Strategien, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, dir weniger Sorgen zu machen und stattdessen mehr Gelassenheit, Freude und Leichtigkeit in dein Leben zu bringen. Diese habe ich aus meiner langjährigen eigenen Erfahrung als ZuVielDenkerin und der Arbeit mit den Klientinnen und Klienten in meiner psychologischen Beratungspraxis zusammengetragen.


Die insgesamt 24 Tipps sind ganz unterschiedlich. Du findest sowohl einfache (Körper-) Übungen, die du als Erste-Hilfe-Maßnahme sofort umsetzen kannst, als auch Gedankenanstöße, die dich längerfristig und nachhaltig dabei unterstützen, deine Einstellungen und Verhaltensweisen, die zum Grübeln führen, zu hinterfragen.



1. Erkenne dein Grübeln.

Wenn du etwas an deinem ZuVielDenken ändern willst, muss dir zuerst einmal auffallen, dass du gerade grübelst. Das klingt einfach, ist es aber gar nicht: nämlich frühzeitig (!) zu erkennen, dass man gerade wieder in der Gedankenschleife festhängt, und nicht erst viel später erschöpft wieder daraus aufzutauchen.


Dazu gehört viel Übung – sei also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich klappt, aber bleib dran und versuch es einfach immer wieder. Mit der Zeit wird es dir immer besser gelingen, deinem Grübelmuster auf die Spur zu kommen! Wie du dein Gedankenkarussell sichtbar machen kannst:

  • Gibt es bestimmte Situationen, Themen, Tageszeiten, Ereignisse o.ä., in denen du besonders gefährdet bist, zu grübeln? Mach dir diese bewusst – schreib sie am besten auf - und achte das nächste Mal genau darauf, ob du gerade zu viel nachdenkst, wenn diese Situation wieder eintritt.

  • Wenn dein Grübeln sich nicht an bestimmten Momenten festmachen lässt, nutze kleine Eselsbrücken, um deinen aktuellen „Grübelstatus“ im Alltag immer wieder kurz bewusst zu überprüfen: Stell dir den Wecker, schick dir Terminerinnerungen am Handy, mal dir ein kleines Symbol auf die Hand, mach dir einen Knoten ins Schlüsselband etc. – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

  • Nicht jedes Nachdenken ist ja auch gleich ein Grübeln: wie du das Eine vom Anderen unterscheiden kannst? Mach ein paar Minuten lang genauso weiter wie eben. Dann frage dich: Haben mir meine Gedanken etwas gebracht? Bin ich mit der Problemlösung weiter gekommen? Habe ich etwas erkannt, was mir vorher nicht klar war? Geht es mir jetzt besser als vorher? Wenn du diese Fragen nicht mit Ja beantworten kannst, dann hängst du höchstwahrscheinlich im Gedankenkarussell fest.

Wenn du es geschafft hast, einen Grübelmoment zu erwischen: herzliche Gratulation! Jetzt musst du zuerst einmal gar nichts machen, außer diesen Moment bewusst wahrzunehmen – am besten, indem du (laut oder gedanklich) aussprichst, was gerade passiert, etwa so: „Aha, ich grüble gerade“. Nichts weiter – keine Bewertung, kein Bekämpfen…erstmal einfach nur wahrnehmen.

2. Atme.

So simpel und doch so wirkungsvoll – vor allem als Erste-Hilfe-Maßnahme, wenn in deinem Kopf gerade das große Chaos herrscht. Bewusstes Atmen beruhigt deinen Herzschlag und senkt den Stresslevel deines Körpers.


Setz oder leg dich dafür bequem hin, schließ die Augen und atme langsam und kontrolliert tie